Duisburg, 09. April 2026 –
Wenn himmlische Stimmen auf glitzernde Disco-Beats treffen, dann ist es Zeit für ein „Halleluja“ der Extraklasse. Gestern Abend feierte die Neuinszenierung des Kult-Musicals „Sister Act“ ihre mit Spannung erwartete Premiere im Duisburger Theater am Marientor. Das Ergebnis? Ein restlos begeistertes Publikum, stehende Ovationen und die Erkenntnis, dass dieser Broadway-Export in der aktuellen Tour-Fassung von ShowSlot frischer und mitreißender wirkt als je zuvor.
Die Geschichte bleibt ein herzerwärmender Klassiker: Die extravagante Nachtclubsängerin Deloris van Cartier wird Zeugin eines Mordes und muss sich vor ihrem Gangster-Liebhaber ausgerechnet an dem Ort verstecken, der so gar nicht zu ihrem Lebensstil passt – einem konservativen Kloster. Jahlisa Norton als Deloris ist eine absolute Offenbarung. Mit einer Präsenz, die die Bühne förmlich elektrisiert, und einer Soul-Stimme, die mühelos zwischen rauchiger Tiefe und strahlenden Höhen wechselt, trägt sie die Show mit einer unwiderstehlichen Mischung aus Chuzpe und Herz. Ein Ensemble mit göttlichem Segen. Doch was wäre eine Deloris ohne ihre Mitschwestern? Das Zusammenspiel zwischen Norton und der strengen, aber zutiefst menschlichen Mutter Oberin, verkörpert von der herausragenden Femke Soetenga, bildet das emotionale Rückgrat der Show. Soetengas schauspielerische Nuancen und ihre stimmliche Brillanz verliehen den ruhigeren Momenten des Abends eine Tiefe, die unter die Haut ging.
Besonders hervorzuheben sind auch Marcel Weber als der tollpatschige, aber liebenswerte „Schwitze-Fritze“ Eddie, dessen Solo-Nummer für echte Feel-Good-Momente sorgt und die Wandlung des Klosterchors von den ersten schiefen Tönen bis hin zum orchestralen Gospel-Feuerwerk – ein musikalisches Highlight unter der Federführung von Oscar-Preisträger Alan Menken.
Regisseur Bill Buckhurst ist es gelungen, das Tempo der Show hochzuhalten, ohne die leisen Momente zu opfern. Das Bühnenbild und die Kostüme von Morgan Large spielten geschickt mit dem Kontrast zwischen der grauen Klosterwelt und den farbenfrohen, glitzernden Disco-Exzessen. Wenn im zweiten Akt das „himmlische“ Lichtdesign von Tim Mitchell einsetzt, verwandelt sich das Theater am Marientor endgültig in einen Kathedrale des Pop.
Die Premiere in Duisburg hat bewiesen: „Sister Act“ ist mehr als nur eine Komödie. Es ist eine Feier der Freundschaft, der Toleranz und der Kraft der Musik. Wer einen Abend voller Energie, Humor und erstklassigem Musical-Handwerk erleben möchte, kommt an dieser Produktion nicht vorbei. Ein himmlisches Vergnügen, das die Seele zum Tanzen bringt. Duisburg hat ein neues Highlight! Die Produktion gastiert noch bis zum 12. April in Duisburg, bevor die Reise weiter nach Köln und durch den gesamten deutschsprachigen Raum geht. Wer sich dieses himmlische Vergnügen nicht entgehen lassen möchte, sollte schnell sein. Nach dem Gastspiel in Duisburg zieht die Nonnen-Schar weiter durch Deutschland und Österreich.
Tickets gibt es ab 39,90 € unter:
• www.eventim.de (für alle Termine in Deutschland)
• www.oeticket.com (für die Termine in Linz und Wien)

















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