Giganten im Hochofen: Wenn die Urzeit auf Industriekultur trifft

Gestern durften wir einen Blick hinter die Kulissen werfen: Das Phoenix des Lumières in Dortmund lud zur Pressekonferenz und Preview der neuen immersiven Show „Ein Planet vor unserer Zeit: Dinosaurier“. 

Ab dem 20. März verwandelt sich die ehemalige Gasgebläsehalle in ein Ökosystem, das 66 Millionen Jahre zurückreicht. Wir haben uns für euch in die Welt der Titanen begeben.

Dortmund-Hörde ist eigentlich für seinen rauen Stahl-Charme bekannt. Doch betritt man aktuell die gewaltigen Hallen des Phoenix des Lumières, vergisst man sofort, dass man sich im Ruhrgebiet des 21. Jahrhunderts befindet. Wo sonst die Meilensteine der Kunstgeschichte von Klimt oder Monet die Wände fluten, herrscht nun das Gesetz der Wildnis.

Die Produktion ist kein Zufallsprodukt, sondern eine hochkarätige Kooperation zwischen Culturespaces, Apple TV+, der BBC und dem Londoner Studio Lightroom. Basierend auf der Emmy-nominierten Dokumentarserie wurden Bilder geschaffen, die weit über das klassische Fernseherlebnis hinausgehen. Hier treffen wissenschaftliche Erkenntnisse auf eine Inszenierung, die Hollywood-Maßstäbe setzt.

Besonders zwei Namen sorgen für Gänsehaut-Garantie:

• Der Sound: Oscar-Preisträger Hans Zimmer hat zusammen mit seinem Kollektiv Bleeding Fingers Music den Soundtrack komponiert. Das Grollen der gewaltigen Titanosaurier ist nicht nur hörbar, sondern durch die Akustik der Halle im ganzen Körper spürbar.

• Die Erzählstimme: Niemand Geringeres als Christian Brückner – die markante deutsche Stimme von Robert de Niro – führt durch die Zeitreise. Seine sonore, tiefe Stimme verleiht den wissenschaftlichen Fakten eine fast ehrfürchtige Gravitas.

Es ist faszinierend zu beobachten, wie die filigranen Texturen von Federn und Schuppen auf die grobe, industrielle Wandstruktur der Halle projiziert werden. Die Ausstellung zeigt das Leben der Dinosaurier in seiner ganzen Bandbreite: von der Geburt kleiner Pflanzenfresser bis hin zur nächtlichen Jagd des T-Rex. Durch die enorme Höhe der Halle wirken die Tiere tatsächlich lebensgroß, was ein fast demütiges Gefühl beim Betrachter auslöst.

Andreas Richter, Direktor von Phoenix des Lumières, brachte es bei der Preview auf den Punkt: „Man erlebt die Urzeit nicht nur aus der Distanz, sondern fühlt sich, als wäre man selbst Teil einer hochwertigen Dokumentation.“

„Ein Planet vor unserer Zeit“ ist ein Paradebeispiel dafür, wie immersive Technik Bildung und Lifestyle verknüpft. Wer die Wucht von Hans Zimmers Kompositionen und die visuelle Kraft der Urzeit-Giganten in einer der beeindruckendsten Locations NRWs erleben will, sollte sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Die Show läuft täglich ab mittags und ergänzt das aktuelle Programm um „Monet“ und „Der Kleine Prinz“.

Ein Pflichttermin für alle, die das Besondere suchen – modern, bildgewaltig und absolut mitreißend.

Wer die Giganten der Urzeit in Dortmund live erleben möchte, hat dazu noch bis zum 17. Mai 2026 Gelegenheit. Die Show „Ein Planet vor unserer Zeit: Dinosaurier“ wird täglich ab 12:00 Uhr gezeigt. Tickets (ab 17 € für Erwachsene) sollten aufgrund des hohen Andrangs am besten vorab online gebucht werden.

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