Duisburg, 27. Dezember 2025
Wer dachte, die festliche Stimmung würde unmittelbar nach den Weihnachtsfeiertagen abebben, wurde gestern Abend eines Besseren belehrt.
Im fast ausverkauften Theater am Marientor bat Deutschlands Vorzeige-Crooner Tom Gaebel zur großen Sause „A Swinging Christmas“. Und das Duisburger Publikum folgte dem Ruf nur zu gerne, um den „Weihnachts-Kater“ mit einer ordentlichen Portion Glanz und Glamour zu vertreiben.
Ein Hauch von Sinatra in der Revierstadt
Pünktlich um 20:00 Uhr hieß es „Vorhang auf“ für Tom Gaebel & His Orchestra. Schon beim ersten Bläsersatz wurde klar: Hier wird nicht geschunkelt, hier wird geswingt. Gaebel, wie gewohnt stilsicher im Smoking, bewies von der ersten Minute an, warum er den Beinamen „Dr. Swing“ trägt. Mit seiner unverwechselbaren Baritonstimme, die mal sanft wie Samt und mal kraftvoll wie eine Big-Band-Trompete durch den Saal hallte, entführte er die Zuschauer direkt in die goldene Ära des Rat Packs.
Das Programm war eine perfekt abgestimmte Mischung aus den großen amerikanischen Weihnachts-Klassikern und charmanten Eigenkompositionen. Highlights des Abends waren Klassiker in mitreißendein Versionen von „Let It Snow“, „Jingle Bells“ und einem besonders gefühlvollen „White Christmas“.
Ein fester Bestandteil der Show war der „Wunschkorb“. Das Publikum hatte vorab die Möglichkeit, Musiktitel einzureichen. Gaebel und seine exzellenten Musiker bewiesen dabei enorme Spielfreude und Spontaneität, als sie die teils ausgefallenen Wünsche mit einer Prise Humor und technischer Perfektion umsetzten.
Auch vor moderneren Hits wie Wham’s „Last Christmas“ machte das Orchester nicht halt – jedoch in einem so eleganten Swing-Gewand, dass selbst eingefleischte Jazz-Puristen begeistert mitwippten.
Was Tom Gaebels Konzerte so besonders macht, ist die Nahbarkeit. Zwischen den Songs glänzte der Entertainer als charmanter Gastgeber, der mit Anekdoten aus dem Tourleben und einer gehörigen Portion Selbstironie für viele Lacher sorgte. Man spürte: Hier steht jemand auf der Bühne, der das Genre nicht nur beherrscht, sondern liebt. Sein Orchester, besetzt mit erstklassigen Solisten, lieferte dazu das klangliche Fundament, das den Saal zeitweise in einen New Yorker Jazzclub der 50er Jahre verwandelte.
„A Swinging Christmas“ war eine hochkarätige Show, die das Duisburger Publikum mit einem breiten Lächeln in die Winternacht entließ. Tom Gaebel hat einmal mehr bewiesen, dass Swing zeitlos ist und die Zeit „zwischen den Jahren“ die perfekte Bühne für ein bisschen Las-Vegas-Flair bietet.
Ein Abend voller Eleganz, Spielfreude und natürlich – ganz viel Swing!









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